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#twenty-one: voodoo doughnuts pt. 2 (d'oh!). walking tour. ground kontrol.

Hey zusammen!
Ich hoffe, bei euch ist alles im Grünen!
Am heutigen Morgen wollte ich mit Diane, einer Mitbewohnerin aus Frankreich, Richtung japanischen Garten aufbrechen. Besser gesagt: das taten wir auch. Nach einem recht anstrengend Weg dorthin (wir waren morgens schon in Shorts unterwegs - heute war es mit knapp 30° unglaublich warm!) kamen wir gegen 10h pünktlich am Garten an - um zu erfahren, dass der Garten montags erst um 12h aufmacht. Das stand leider nicht auf der Internetseite... Yeah. Warten war leider auch kleine Option, da um 2pm eine Tour vom Hostel aus angeboten wurde und an dieser wollten wir auch teilnehmen.
Wir entschieden uns, Richtung Downtown zu gehen, da schöne Wetter zu genießen und eine Kleinigkeit zu essen. Da Diane noch nicht bei Voodoo Doughnuts gewesen war, war ich natürlich gerne bereit, sie dorthin zu begleiten. Es war diesmal auch nicht so voll wie am Vortag und wir entschieden uns beide für einen "DOB"(steht für dirty old bastard...). Der Donut war mit Kouvertüre, Oreostückchen und Erdnussbutter garniert. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es uns beiden sehr gut geschmeckt hat (Diane nahm auch einen DOB). Anschließend gingen wir noch ein bisschen shoppen (im Weitesten Sinne... Wir kauften nichts)... Portland hat unglaublich viele ausgefallene Sachen, Dinge, die ich sofort in meiner Wohnung sah. So viele Deko- und Küchenartikel, die mir sehr gut gefielen. Leider habe ich ja nur einem Koffer und Geld wächst ja nun mal bekanntermaßen auch nicht auf Bäumen.
Um kurz vor zwei waren wir wieder zurück am Hostel, kurz nach zwei ging die Tour los. Es sollte um die Geschichte des Stadtviertels gehen und um die Entwicklung/Entstehung Portlands. Es fing spannend an, allerdings war die Dame dann ziemlich schnell von einer einzelnen Person abgelenkt und daraufhin wartete sie nicht mehr auf den Rest der Gruppe... Was schade war, denn es hatte sehr interessant angefangen. Der Rundgang war trotzdem okay, wenn auch echt anstrengend (die Tour dauerte knapp zwei Stunden und wir waren ja morgens schon viel unterwegs gewesen). Ich habe euch mal ein paar Gebäude fotografiert, damit ihr eine Vorstellung habt, was für tolle Bauten hier stehen. Jedes Haus ist irgendwie einzigartig.
Ich wartete anschließend, bis die Sonne etwas tiefer stand, um dann anschließend laufen zu gehen. Ich lief um zwanzig vor sechs los und suchte schon die schattigsten Straßenzüge auf, und dennoch: es war einer der vielleicht anstrengendsten Läufe, die ich je gemacht habe. Die Hitze hier ist nämlich leider keine trockene Hitze wie bspw. in Arizona, also ist es ziemlich unangenehm... Ist ja auch keine Überraschung, bei so üppiger Vegetation! Ich quälte mich also mehr oder weniger über zehn Kilometer und freute mich auf eine erfrischende Dusche im Anschluss.
Nach einem leichten Abendessen von "leftovers" (aka Resteessen) zusammen mit Diane machten wir und nochmal gegen halb acht auf den Weg Richtung Innenstadt. Diesmal war auch noch Matt dabei, den wir auf der Tour am Nachmittag kennengelernt hatten. Ich hatte am Wochenende zufällig "Ground Kontrol" entdeckt, ein Ort, wo man alte Pinball-Tische und andere Arcade-Spiele finden würde. Man bräuchte keinen Eintritt bezahlen und könnte für 25-75ct alte Spiele spielen. Der Ort war wirklich außergewöhnlich, richtige Pinballspiele haben durchaus ihren Reiz! Wir spielten verschiedene Spiele zu den unterschiedlichsten Themen (Simpsons, Ninja Turtles, Star Wars, Mario Kart, etc.) und so setzte jede/r von uns knapp 5-7$ um. Gar nicht mal so teuer für anderthalb Stunden, finde ich! Es war auf jeden Fall ein toller Tagesabschluss (nachdem es mit dem Japanese Garden ja nicht so gut angefangen hatte) und ich würde jederzeit wieder bei Ground Kontrol vorbeischauen
Meine beiden (Ex-)Gastfamilien haben sich übrigens auch gemeldet (sie hatten heute morgen wegen meines Aufenthalts im South Pasadena in den nächsten Tagen miteinander kommuniziert und mich ins CC gesetzt). John und Co. (Taylors) wollen am Samstag gerne mit mir ins Disneyland California fahren ,so wie es aussieht, und evtl. noch ein Barbecue organisieren. Julie und Peter (Giulioni) werden mich am Mittwochabend vom Flughafen abholen. Yeah, ich freue mich schon (:
Lass von euch hören, hinterlasst Kommentare,... Stay tuned!
- Karla 🍁


Ps. Da die Stadt auch ziemlich viel Kunst zu bieten hat, habe ich euch dazu auch einmal ein Beispiel-Foto hochgeladen.



19.4.16 07:52


#twenty: mount tabor park. voodoo doughnut.

Hallo zusammen!
Nach dem gestrigen Tag habe ich es heute etwas ruhiger angehen lassen - man kann ja nicht immer nur Highlife haben. ich werde mich heute also tendenziell eher etwas kürzer fassen.
Am Morgen packte ich nach dem Frühstück mal wieder meine Wanderschuhe ein (die haben sich hier auf jeden Fall schon bezahlt gemacht!) und fuhr Richtung Mount Tabor Park. Mit dem Bus fährt man ca. eine halbe Stunde dorthin. Der Busfahrer verpasste fast meine Haltestelle (passiert hier schon mal...), obwohl ich das Signal zum Ausstieg gegeben hatte. Den Park fand ich dann relativ schnell, da er auch aufgrund seiner erhöhten Lage nicht zu übersehen war. Das übliche Prozedere - eincremen, Birkenstock gegen Sporthosen und Wanderschuhe tauschen, uns los. Der Park war im Vergleich zu vorherigen Gebieten, in denen ich unterwegs war, relativ klein. Der "größte" Rundkurs ist gerade einmal fünf Kilometer lang. In erster Linie war ich aber wegen des Ausblicks hierher gekommen. Relativ zügig war ich oben, und obwohl sich der Kraftaufwand in Grenzen hielt, war ich doch nach wenigen Minuten verschwitzt... das Wetter ist seit gestern extrem warm, sodass wir an diesem Morgen schon über 24° in der Sonne hatten. Oben angekommen ist es dann gottseidank windig und sehr angenehm. Shorts und Tshirt waren genau die richtige Wahl.
Auf den Fotos ist es leider nicht so gut zu erkennen, aber Mount Hood und die Skyline Portlands war sehr gut zu erkennen! Nach knapp zwei Stunden Aufenthalt am Park trat ich wieder den Rückweg an. Ich war groggy, sodass es an dem Nachmittag nur noch fürs Postkartenschreiben und Einkaufen gereicht hat. Für ersteres bot sich der Garten hier am Hostel an, welcher schön schattig und ruhig ist.
Gegen halb fünf machte ich mich dann nochmal auf den Weg, ziemlich erschöpft von der Hitze... Und überhaupt. Reisen kann anstrengend sein. Ich kam nicht im die food carts herum, wo ich erneut mexikanische Tacos bestellte... Je Stück 1.50$, scheint ein Einheitspreis zu sein. Ich war wohl auf den Geschmack gekommen und liebe mexikanisches Essen!! Ich ging ein wenig am Fluss spazieren und genoss das Wetter und landete zuletzt bei Voodoo Doughnut. Am Wochenende war die Schlange vor dem Laden extrem lang gewesen, sodass ich mich dafür entschieden hatte, an einem anderen Tag wiederzukommen. Heute musste ich auch warten, allerdings "nur" zwanzig Minuten... Es hielt sich also in Grenzen! Die Auswahl an Donuts ist riesig, bekannt geworden ist der Laden für seine außergewöhnlichen Kreationen bzw. Produktnamen (die Donuts heißen "Dirty Old Bastard", "Gay Bar", "Diablos Rex", "Tex-Ass Challenge" usw. - googlet mal die Speisekarte!) - ein Donut kostet umgerechnet zwischen einem und drei Euro. Ich bestellte einen "Portland Cream" sowie einem "Dirty Donut" und zahlte für beide 3.85$. Letztgenannten Donut könnt ihr auf den Fotos erkennen. 🍩 Ich fing mit dem Dirty Donut an, der ein Traum war, und zeigte auch gegenüber dem zweiten Donut (Schokoglasur, Puddingkern...) kein Erbarmen... Wo lag der Fehler? Genau, eigentlich war es ein Donut zu viel. Da waren die Augen wahrscheinlich größer als der Magen. Was nicht heißt, dass ich den zweiten nicht komplett geschafft habe... Aber gesund ist anders! (Und nein, für den nächsten Tag verwahren war keine Option, da er zu lecker war...) Entsprechend ging ich zurück zu Fuß (ich hätte dank Tagesticket ja auch den Bus nehmen können). Donuts bestehen nämlich leider aus viel zu viel Fett und liegen schwer im Magen. Für die Zukunft also: ein Donut reicht. Locker.
Morgen geht es wahrscheinlich zum japanischen Garten, zusammen mit Diane, einer Mitbewohnerin aus Frankreich. Sie ist nett, aber manchmal habe ich Probleme, sie zu verstehen... 🙊 Der Montag ist ja dann quasi auch schon mein letzter Tag in Portland, mehr oder weniger... Hoffentlich wird es nicht zu heiß!
See you soon!
Karla 🍁




18.4.16 07:04


#nineteen: columbia river gorge. wasserfälle. street food. laufen.

Hey there!
Wie gestern schon kurz angekündigt stand heute Morgen eine Tour gen Osten an, d.h. in die Schluchten entlang des Columbia Flusses, die sich ein paar Meilen außerhalb von Portland befinden. Der Fluss trennt die beiden Staaten Oregon und Washington und mündet im Pazifik.
Treffpunkt war um 8:30h am Courthouse Square in Downtown Portland. Unsere Reisegruppe bestand nur aus sieben Leuten, hinzu kam David, unser Busfahrer und gleichzeitig tour guide. Pünktlich um zwanzig vor neun war Abfahrt. Das Wetter war top, strahlend blauer Himmel, sehr gute Sicht. Unser erster Stopp etwa eine halbe Stunde später war Vista House, eine Aussichtsplattform am Columbia River. In der Distanz kann man von dort aus die Berge erkennen - unter anderem Mount Hood, knapp 4000m hoch - und in jede Richtung meilenweit blicken. Es war jedoch sehr windig dort oben und ich war ehrlich gesagt froh, dass wir nur fünfzehn Minuten dort verweilten und ich mich anschließend wieder in den Bus setzen konnte. Die Aussicht war - wie gesagt - aber super, das Frieren hatte sich gelohnt.
Nach einer weiteren halben Stunden gelangten wir zu den Latourell Falls, einem der vielen Wasserfälle in der Schlucht des Columbia Flusses. Das Wasser stürzt an dieser Stelle gute 70 Meter in die Tiefe. Es war ganz schön laut und nass... Zudem relativ schattig und frisch, da man so weit unten von der Sonne selbst nicht viel sah. Ich machte eine paar Bilder, schaute mir die Gegend an und es ging weiter. David lieferte auf der Fahrt zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten viele Infos zur Geographie der Schlucht, zu den Vulkanen in der Gegend und zum Bau des damaligen Highways in der Gegend (jetzt nur noch Bergstraße, die richtige Autobahn liegt ein paar Meter weiter im Tal) und beschreibt, wie die Wasserfälle in der Gegend in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben. So gelangen wir schließlich - wo wir schon von berühmten Zielen sprechen - zu den Multnomah Falls. Diese stellen Oregons Sehenswürdigkeit Nummer eins dar und befindet sich ebenfalls in der River Gorge. Sie locken jedes Jahr knapp zwei Millionen Besucher an... Der Wasserfall ist zweistufig und fast 200m hoch. Dagegen sahen die Wasserfälle, die ich kurz zuvor noch gesehen hatte, fast schon winzig gegen aus... Auch dort war es wieder relativ kalt, man merkt direkt, dass dort keine Sonne hinkommt. Aber auch hier: Das kalte Wetter war bei dem Anblick des Wasserfalls schnell vergessen!
Über kurvige Bergstraßen und durch enge Täler gelangten wir schließlich zu einer Fischzucht. Zugegeben: ich essen ja, wie ihr wisst, kaum etwas, das aus Meer oder Fluss stammt; die Fischzucht (wir waren inzwischen in der Bonneville Fish Hatchery angekommen) war für mich daher eher weniger interessant und ich genoss eher den Anblick der Landschaft und den damit verbundenen Ausblick auf das Wasser des Flusses. Allerdings muss ich sagen, dass "Herman" mich schon begeisterte... Es handelt sich dabei um einen Stör, der knapp drei Meter lang ist und dort vor Ort bewundert werden kann (googlet mal "sturgeon Herman" - dem möchte ich nicht beim Baden im Fluss begegnen!). David erklärte uns, welche Rolle die Fischerei nach wie vor immer noch in diesen Teilen des Landes spielte und weiter ging es.
Der letzte Stopp an diesem Vormittag stellte der Bonneville Dam dar, einem Staudamm zwischen Oregon und dem benachbarten Staat Washington (nicht zu verwechseln mit Washington D.C.). Ich muss zugegeben, dass auch dieser Aufenthalt nicht zu meinem Topzielen gehörte, aber die Wassermassen, die in der Gegend durch die Tore des Staudammes brechen, sind schon gewaltig. Und: wir sahen Seelöwen, die die Lachse vor dem Damm abkeschern. Das Problem an der ganzen Sache: die Seelöwen, die zugegebenermaßen mit bis zu 1000 kg recht beeindruckend sind, haben in der Gegend überhaupt nichts verloren. Tatsächlich schwimmen sie aber aus dem Pazifik den Fluss hinauf, um dort die Lachse en masse zu jagen. Das eigentliche Dilemma: sowohl viele Fischarten als auch der kalifornische Seelöwe sind gefährdete Arten... Welche ist jedoch die "gefährdetere"?
Neben den Seelöwen sahen wir auf der Rückfahrt Richtung Portland auch noch einige Adler... Keine kleinen Raubvögel, sondern solche, die Flügelspannweiten von über anderthalb Meter aufwiesen. Majestätisch kreisten die riesigen Vögel über die Autobahn und den daneben herfließenden Fluss. Zwei weitere Arten von Tieren, die ich in der freien Wildbahn beobachten durfte. A propos... In Colorado gab es dort, wo ich wandern war, tatsächlich Schwarzbären und Berglöwen... Aber denen bin ich gottseidank nicht begegnet.
Zurück in Portland genoss ich gegen frühen Nachmittag das tolle Wetter und aß Mittag. Portland ist bekannt für seien food carts. Das sind Buden (ähnlich wie Würstchen-Grillwagen in D'land), die in der gesamten Stadt verteilt sind und die unterschiedlichsten Speisen zu wirklich guten Preisen anbieten. Ich bestellte zwei Tacos (1.50$/Stück!) und anschließend an einem anderen Wagen ein paar hundert Meter weiter zwei Mini-Donuts für je 1.25$/Stück. Sowohl die Tacos als auch die Donuts waren megalecker. Ich könnte mich den ganzen Tag durch die verschiedenen food carts testen... Es gibt nichts, was es nicht gibt... Vietnamesisch, brasilianisch, mexikanisch, hawaiinaisch,... Yeah. Ich ruhte mich ein wenig am Ufer des Willamette Rivers aus und schaute mir anschließend noch den bekannten Markt am Flussufer an. Es waren viele Leute unterwegs, darunter viele merkwürdige Gestalten - Jongleure, ein Harfenspieler mit Dreadlocks, trommelnde native Americans, ein einradfahrender Dudelsackspieler mit Darth Vader-Maske ... Und sonst: Viele Hipsters und Hippies. Ein wenig zu viel für meinen Geschmack...Ich kehrte gegen späten Nachmittag wieder zum Hostel zurück und drehte anschließend noch eine entspannte Laufrunde am Fluss entlang (14.2km). Heute war es fast schon zu warm, und das, obwohl ich schon erst in den frühen Abendstunden losgelaufen war. Aber ich will nicht klagen. Zudem: in den nächsten Tagen bekommen wir bis zu 28°.
Thus having said... Mein Fazit des heutigen Tages: Oregon ist toll. Die Landschaft ist ein Traum. Portland muss aber nicht zwangsläufig sein... die Stadt ist total schön und hat ihren ganz eigenen Reiz, aber was mich wirklich begeistert hat, liegt knapp 30-60km außerhalb.
Take care,
Karla 🍁






17.4.16 07:15


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