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#nineteen: columbia river gorge. wasserfälle. street food. laufen.

Hey there!
Wie gestern schon kurz angekündigt stand heute Morgen eine Tour gen Osten an, d.h. in die Schluchten entlang des Columbia Flusses, die sich ein paar Meilen außerhalb von Portland befinden. Der Fluss trennt die beiden Staaten Oregon und Washington und mündet im Pazifik.
Treffpunkt war um 8:30h am Courthouse Square in Downtown Portland. Unsere Reisegruppe bestand nur aus sieben Leuten, hinzu kam David, unser Busfahrer und gleichzeitig tour guide. Pünktlich um zwanzig vor neun war Abfahrt. Das Wetter war top, strahlend blauer Himmel, sehr gute Sicht. Unser erster Stopp etwa eine halbe Stunde später war Vista House, eine Aussichtsplattform am Columbia River. In der Distanz kann man von dort aus die Berge erkennen - unter anderem Mount Hood, knapp 4000m hoch - und in jede Richtung meilenweit blicken. Es war jedoch sehr windig dort oben und ich war ehrlich gesagt froh, dass wir nur fünfzehn Minuten dort verweilten und ich mich anschließend wieder in den Bus setzen konnte. Die Aussicht war - wie gesagt - aber super, das Frieren hatte sich gelohnt.
Nach einer weiteren halben Stunden gelangten wir zu den Latourell Falls, einem der vielen Wasserfälle in der Schlucht des Columbia Flusses. Das Wasser stürzt an dieser Stelle gute 70 Meter in die Tiefe. Es war ganz schön laut und nass... Zudem relativ schattig und frisch, da man so weit unten von der Sonne selbst nicht viel sah. Ich machte eine paar Bilder, schaute mir die Gegend an und es ging weiter. David lieferte auf der Fahrt zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten viele Infos zur Geographie der Schlucht, zu den Vulkanen in der Gegend und zum Bau des damaligen Highways in der Gegend (jetzt nur noch Bergstraße, die richtige Autobahn liegt ein paar Meter weiter im Tal) und beschreibt, wie die Wasserfälle in der Gegend in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben. So gelangen wir schließlich - wo wir schon von berühmten Zielen sprechen - zu den Multnomah Falls. Diese stellen Oregons Sehenswürdigkeit Nummer eins dar und befindet sich ebenfalls in der River Gorge. Sie locken jedes Jahr knapp zwei Millionen Besucher an... Der Wasserfall ist zweistufig und fast 200m hoch. Dagegen sahen die Wasserfälle, die ich kurz zuvor noch gesehen hatte, fast schon winzig gegen aus... Auch dort war es wieder relativ kalt, man merkt direkt, dass dort keine Sonne hinkommt. Aber auch hier: Das kalte Wetter war bei dem Anblick des Wasserfalls schnell vergessen!
Über kurvige Bergstraßen und durch enge Täler gelangten wir schließlich zu einer Fischzucht. Zugegeben: ich essen ja, wie ihr wisst, kaum etwas, das aus Meer oder Fluss stammt; die Fischzucht (wir waren inzwischen in der Bonneville Fish Hatchery angekommen) war für mich daher eher weniger interessant und ich genoss eher den Anblick der Landschaft und den damit verbundenen Ausblick auf das Wasser des Flusses. Allerdings muss ich sagen, dass "Herman" mich schon begeisterte... Es handelt sich dabei um einen Stör, der knapp drei Meter lang ist und dort vor Ort bewundert werden kann (googlet mal "sturgeon Herman" - dem möchte ich nicht beim Baden im Fluss begegnen!). David erklärte uns, welche Rolle die Fischerei nach wie vor immer noch in diesen Teilen des Landes spielte und weiter ging es.
Der letzte Stopp an diesem Vormittag stellte der Bonneville Dam dar, einem Staudamm zwischen Oregon und dem benachbarten Staat Washington (nicht zu verwechseln mit Washington D.C.). Ich muss zugegeben, dass auch dieser Aufenthalt nicht zu meinem Topzielen gehörte, aber die Wassermassen, die in der Gegend durch die Tore des Staudammes brechen, sind schon gewaltig. Und: wir sahen Seelöwen, die die Lachse vor dem Damm abkeschern. Das Problem an der ganzen Sache: die Seelöwen, die zugegebenermaßen mit bis zu 1000 kg recht beeindruckend sind, haben in der Gegend überhaupt nichts verloren. Tatsächlich schwimmen sie aber aus dem Pazifik den Fluss hinauf, um dort die Lachse en masse zu jagen. Das eigentliche Dilemma: sowohl viele Fischarten als auch der kalifornische Seelöwe sind gefährdete Arten... Welche ist jedoch die "gefährdetere"?
Neben den Seelöwen sahen wir auf der Rückfahrt Richtung Portland auch noch einige Adler... Keine kleinen Raubvögel, sondern solche, die Flügelspannweiten von über anderthalb Meter aufwiesen. Majestätisch kreisten die riesigen Vögel über die Autobahn und den daneben herfließenden Fluss. Zwei weitere Arten von Tieren, die ich in der freien Wildbahn beobachten durfte. A propos... In Colorado gab es dort, wo ich wandern war, tatsächlich Schwarzbären und Berglöwen... Aber denen bin ich gottseidank nicht begegnet.
Zurück in Portland genoss ich gegen frühen Nachmittag das tolle Wetter und aß Mittag. Portland ist bekannt für seien food carts. Das sind Buden (ähnlich wie Würstchen-Grillwagen in D'land), die in der gesamten Stadt verteilt sind und die unterschiedlichsten Speisen zu wirklich guten Preisen anbieten. Ich bestellte zwei Tacos (1.50$/Stück!) und anschließend an einem anderen Wagen ein paar hundert Meter weiter zwei Mini-Donuts für je 1.25$/Stück. Sowohl die Tacos als auch die Donuts waren megalecker. Ich könnte mich den ganzen Tag durch die verschiedenen food carts testen... Es gibt nichts, was es nicht gibt... Vietnamesisch, brasilianisch, mexikanisch, hawaiinaisch,... Yeah. Ich ruhte mich ein wenig am Ufer des Willamette Rivers aus und schaute mir anschließend noch den bekannten Markt am Flussufer an. Es waren viele Leute unterwegs, darunter viele merkwürdige Gestalten - Jongleure, ein Harfenspieler mit Dreadlocks, trommelnde native Americans, ein einradfahrender Dudelsackspieler mit Darth Vader-Maske ... Und sonst: Viele Hipsters und Hippies. Ein wenig zu viel für meinen Geschmack...Ich kehrte gegen späten Nachmittag wieder zum Hostel zurück und drehte anschließend noch eine entspannte Laufrunde am Fluss entlang (14.2km). Heute war es fast schon zu warm, und das, obwohl ich schon erst in den frühen Abendstunden losgelaufen war. Aber ich will nicht klagen. Zudem: in den nächsten Tagen bekommen wir bis zu 28°.
Thus having said... Mein Fazit des heutigen Tages: Oregon ist toll. Die Landschaft ist ein Traum. Portland muss aber nicht zwangsläufig sein... die Stadt ist total schön und hat ihren ganz eigenen Reiz, aber was mich wirklich begeistert hat, liegt knapp 30-60km außerhalb.
Take care,
Karla 🍁






17.4.16 07:15
 
Letzte Einträge: #eighteen: forest park. laufen. moonstruck chocolate., #twenty: mount tabor park. voodoo doughnut., #twenty-three: willamette river. south pasadena, california., twenty-four: eaton canyon. farmers' market. dave and busters.


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