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#twenty-five: laufen. hollywood boulevard. walk of fame. olvera street. featuring 2x frozen yogurt.

... Die Tage sind gezählt! Nur noch morgen, am Sonntag geht es leider wieder zurück! "schon wieder zurück" darf ich nach mehr als drei Wochen in den USA ja gar nicht sagen...
Heute war aber nochmal ein toller Tag, der zugegeben etwas chaotisch angefangen hat und trotzdem ziemlich gut wurde. Los ging es am Morgen ganz unverfänglich mit einem Lauf. 14km durchs wunderschöne South Pasadena. Gegen acht Uhr war es noch recht bewölkt gewesen - eigentlich perfekte Bedingungen -, dann allerdings kam die Sonne raus und das Laufen wurde stellenweise echt mühselig (Stichwort Hitze). Insgesamt war es aber ein guter Lauf, den ich sehr genossen habe. Das Problem nur als ich zurückkam: niemand war zuhause und die Gartentür war nicht wie vorher versprochen offen. Also wartete ich eine gute halbe Stunde draußen auf der Veranda, bevor Julie zurückkam. Na ja, für mich war das jetzt echt kein Problem. Das Wetter war herrlich, ich sonnte mich etwas und genoss die Ruhe.
Julie setzte mich dann gegen viertel nach zwölf an der Bahnhaltestelle ab, nachdem ich sie hatte überreden können, dass sie mich nicht bis zum Strand fahren müsste, sondern ich mit der Bahn dorthin fahren könnte (ich meine: 40km für eine Strecke - ernsthaft? Nein, das konnte ich ihr nicht zumuten!). Ich war gerade auf dem Weg mein Ticket für die Bahn zu kaufen, als mir auffiel, dass ich mein Portemonnaie zu Hause vergessen hatte! Oh no. Also Rückmarsch zum Haus. Julie fuhr mich netterweise ein zweites mal zur Bahnhaltestelle. Trotzdem hatte ich er eine halbe Stunde verloren. Es könnte nur noch besser werden.
In Downtown LA angekommen schaute ich mir die Bahnfahrpläne an und musste feststellen, dass es eine Ewigkeit mit Bus/Bahn nehmen würde, zu irgendeinem Strand zu gelangen... Sei es Long Beach, Santa Monica, Redondo, Venice... Ich entschied mich also für Hollywood, was nur zwanzig Minuten von Downtown ist.
Am Walk of Fame angekommen genoss ich es einfach nur, wieder dort zu sein. Wirklich wörtlich gesprochen. Einfach nur "da sein". Die Atmosphäre aufsaugen. Tolles Wetter. Palmen. Blauer Himmel. Laute Musik. Hip Hop Peformances. Unzählige rotbräunliche Sterne auf dem schwarzen Untergrund des Walk of Fames. Marilyn Monroe. Snow White. Alfred Hitchcock. Harrison Ford. Star Wars. Straßenmusik. Taxis. Autos. Leuchtreklamen. Kinowerbung. Dschungelbuch. Disney. Maskottchen. Touristen. Souvenirs...
Es ist echt so viel entspannter, mal nicht so viele Fotos zu machen, weil man den Ort kennt. Es ist vielleicht nicht mehr der Wow-Effekt, den man erlebt, wenn man das allererste Mal die vielleicht weltbekannteste Straße betritt; auch werden hier schon lange keine Filme mehr produziert (maximal einzelne Szenen). Nach wie vor hat der Ort aber etwas Magisches für mich und ich verweile immer gerne hier. Trotz oder gerade wegen den Massen an Touristen? Keine Ahnung. Wahrscheinlich aber ist, dass der Hollywood-Boulevard DER Ort in den USA schlechthin ist. Kein Ort ist amerikanischer als Hollywood. Meine Meinung. Deswegen mag ich ihn wahrscheinlich auch so sehr.
Ich gönnte mir ein Eis bei Cold Stone Creamery, es nannte sich Mud Pie Mojo: Mokka-Eis mit Pekannüssen, Oreo-Keksen und Erdnussbutter. Es war unbeschreiblich lecker und ich nutze die Gelegenheit, die anderen Leute - zu 95% Touristen, davon ca. 50% Asiaten - zu beobachten. Die asiatischen Truppen - ich vermute, Chinesen, - sind die interessantesten. Es herrschte ein wahrer Selfie- und Fotowahn. Unterhaltung garantiert. Versteht mich nicht falsch - ich weiß, dass ich in den letzten drei Wochen selbst Touristin durch und durch war. Und: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich das erste Mal den Hollywood-Schriftzug in den Hollywood Hills gesehen habe. Aber ich genoss einfach mal nur den ganzen Rummel.
Gegen halb sechs ging es wieder zurück Richtung Union Station kurz vor Downtown LA, wo ich Peter, Julie und Jenna traf. Wir gingen Richtung Olvera Street (s. die letzten beiden Fotos unten), einem alten mexikanischen Viertel, wo wir (wen überrascht es) beim Mexikaner essen gingen. Mal wollte sichergehen, dass ich vor meiner Abreise oft genug in den Genuss komme. Ich mag das Essen sehr. Habe ich aber schon mal erwähnt, denke ich. Im Anschluss fuhren wir alle mit der Bahn zurück Richtung Old Pasadena; Julie und Pete fuhren nach Hause, Jenna und ich gingen noch zu 21 Choices, da meine Gastgeber nämlich auch darauf bestanden hatten, dass ich dort vor meiner Abreise unbedingt noch Frozen Yogurt essen müsste. Ich wählte Strawberry French Toast (Sahneeis, Zimt, Erdbeeren) und Jenna und ich aßen das Eis auf dem Rückweg Richtung Haus. Hieß also: zweimal dickes Eis an einem Tag... Oh oh.
Wir unterhielten uns abends noch ein wenig und gegen zehn Uhr machte ich mich bettfein. Ich bin auch ziemlich platt jetzt. Es ist 23:08h.Abschließend also (ich kann es nicht oft genug erwähnen - überspringt die letzte Passage gerne): Die Gegend hier (South Pas und LA) sieht einfach aus, als ob sie aus einem Film stammt. Tatsächlich bin ich das sechste Mal hier, aber für mich ist Kalifornien immer wieder ein Traum. Ich bin unbeschreiblich froh, dass ich die Möglichkeit habe, solche Reisen zu machen und gerade an einen so tollen Ort immer wieder zurückkehren zu können. California Dreaming. A propos träumen... Gute Nacht und bis ganz bald!
Karla 🍁






23.4.16 08:04
 
Letzte Einträge: #twenty: mount tabor park. voodoo doughnut., #twenty-three: willamette river. south pasadena, california., twenty-four: eaton canyon. farmers' market. dave and busters., #thirty: magnificent mile. chicago river museum. maggie daley park. cloud gate.


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