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#sixty-two: ankunft in san francisco. music city hostel. nob hill.

Good morning,
am heutigen Tag muss ich Santa Monica bzw. Southern California schon wieder verlassen... Ich hatte vor Antritt meiner Reise zunächst Bedenken, ob knapp drei Tage dort nicht zu lang(weilig) sein würden, da ich ja im Endeffekt schon mal alles gesehen habe. Rückblickend muss ich sagen, dass ich fast zu wenig Zeit dort hatte, denn einfach mal nicht unter dem Druck zu stehen, möglichst viel sehen zu "müssen", kann ja auch sehr entspannend sein zur Abwechslung. Und sowieso: mit Laufen, Rad fahren und Pennyboarden bekommt man die Zeit sehr gut um!
Um halb zehn checke ich also am Hostel aus, lasse mein Gepäck aber noch für zwei Stündchen einschießen und gehe ein letztes Mal zum Strand runter. Ich gehe das erste Mal auch bis zum Meer und halte die Füße ins Wasser. Einer Gruppe von Surfanfängern schaue ich bei ihren ersten Versuchen auf dem Wasser zu; einige sind schon etwas weiter. Ich überlege, dass es bestimmt viel Spaß machen würde, in Zukunft hier auch mal ein Brett zu leihen und einen Versuch zu starten... Entsprechende Einweisung habe ich ja bereits in Deutschland erhalten, wäre also auf jeden Fall das Erlebnis hier wert. Immerhin sind die Wellen hier nicht so übergroß...
Nachdem ich mein Gepäck am Hostel eingesammelt und auf dem Weg zum Bus noch eine Scheibe Pizza für kleines Geld zum Mittagessen to go abgegriffen habe, geht es weiter Richtung Flughafen. Es klappt alles reibungslos, der erste Halt des Shuttlebusses, der von der Bushaltestelle Richtung Flughafen fährt, ist direkt das Terminal, von dem Southwest Airlines fliegt. Gegen 2:40 hebt die Maschine ab; der Pilot ist ein echter Joker und weist darauf hin, dass von den 150 Plätzen in der Maschine nur knapp 120 belegt sind und man deshalb nicht zwangsläufig neben der Person sitzen muss, mit der man zusammen zum Flughafen gekommen ist. Ich habe eine Reihe für mich und sitze am Notausstieg, sodass ich besonders viel Platz habe. Nach der Landung - die aus der Luft im Übrigen erst nach Wasserlandung aussieht, da der Flughafen direkt am Meer bzw. in der Bucht liegt - weist der Kapitän dann auf eine Maschine am Flughafen hin, die man sonst nur selten zu Gesicht bekommt: es handelt sich dabei um einen riesigen, zweistöckigen Airbus ("Look at this, a real beauty"). Was ein Ungeheuer...!
Am Flughafen in San Fran entscheide ich mich dazu, mal in der Uber-App zu gucken, was denn die Fahrt zum Hostel kosten würde. Just for fun natürlich. Immerhin sind es knapp 23 Kilometer und mein Knie fühlt sich nicht gut an... Tatsächlich sehe ich: ich komme für umgerechnet 15€ mit UberPool zur Unterkunft. Die Fahrt mit den Öffentlichen kostet um die 11€. Da fällt die Wahl nicht schwer. Um 4:40 bin ich bei der Gepäckabholung raus, um 4:52 sitze ich im Uber - zusammen mit Courtney aus Hong Kong, die ebenfalls nach Downtown SF muss. Im Gegensatz zu UberX, bei welchem man einen Fahrer für sich alleine hat, ist man bei UberPool mindestens zu zweit. Das klappt hier vor allen in großen Städten und noch besser vom Flughafen aus sehr gut, da es dann sehr wahrscheinlich wird, dass ein Pool zustande kommt. Der riesige Vorteil: man zahlt maximal die Hälfte von dem, was man alleine für die Fahrt gezahlt hätte (nimmt dafür aber eventuell in Kauf, dass man beim Eingesammeltwerden oder am Ziel ein paar Meter laufen muss).
Während der Fahrt reden wir kaum - ich denke mir, dass Asiaten sowieso oft sehr reserviert und zurückhaltend sind. Der Fahrer ist im Übrigen Araber und spricht auch nicht ganz fließend Englisch. Wir sammeln auf halbem Weg noch ein drittes Mädel - der afroamerikanische Hintergrund ist nicht zu übersehen - ein und so sinkt der Fahrpreis für jede von uns noch einmal von 19.70 eben auf 18.20$. Dank des Berufsverkehrs brauchen wir bis zu meinem Hostel knapp 51 Minuten, dann löst sich unser "international Uber squad" auf. Diese Fahrtzeit ist tatsächlich noch knapp schneller als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln; mal ganz abgesehen vom Comfort und der Tatsache, dass man sich über Umsteigen, Ticketkauf, Verfahren, Haltestelle finden usw. keinen Gedanken machen muss! San Francisco scheint nämlich echt riesig zu sein...
Das Music City Hostel macht seinem Namen alle Ehren: aus dem Keller, in welchem sich zig Proberäume für Musiker befinden (s. zweites Bild unten), dringt Rockmusik, überall in den Fluren hängen Poster von Künstlern und Bands. Gegen kleine Gebühr kann man sich stundenweise Instrumente leihen und üben. Der Teppich weist ein heißes schwarz-rotes Muster auf... Und überhaupt: Teppich im gesamten Hostel? Der Ort grenzt fast schon an außergewöhnlich und hat definitiv einen ziemlich skurrilen Touch... "Abgerockt" (aber mit Stil!) würde es auch gut treffen. Auch das Zimmer ist eher ungewöhnlich: mit nur vier Betten ist es echt sehr überschaubar für einen Schlaf"saal", es gibt zwei Spiegel und zu allem Überfluss bekomme ich ein 1,40er Bett mit zwei Kissen zum Schlafen, Tagesdecke, Comforter und zwei dekorativen Kissen... Sehr gemütlich, das muss ich schon sagen. Was mich lediglich irritiert ist, dass es auf dem Flur Duschräume mit Toiletten gibt (was ja erstmal im Sinne der, ich möchte mal sagen, hygienischen Brauchtumspflege ist), aber sich in ebendiesen Räumen keine Waschbecken befinden - diese gibt es dann wiederum auf den einzelnen Zimmern. Okay... Händewaschen wird ja sowieso überbewertet...
Ich schließe einen Teil meiner Wertsachen, die ich nicht auf der Straße mit mir rumschleppen möchte - etwa meinen Reisepass - in einem der kleinen Spinde im Zimmer ein und mache mich auf den Weg; hierbei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass mir beim Verlassen des Hostels im Flur ein Korb mit Äpfeln ins Auge fällt, der nicht etwa nur dekorative Zwecke erfüllt, sondern - und hier offenbart sich mal wieder der Charme dieses Ortes in seiner absoluten Einzigartigkeit - das optionale Frühstück für Hotel- und Hostelgäste darstellt. An apple a day... reicht hier für mich bei Weitem nicht als Frühstück (dafür bin ich vermutlich nicht Straßenmusikerseele genug, um hier low budget in den Tag zu starten), sodass ich auf jeden Fall noch ein paar Lebensmittel für den nächsten Tag einkaufen muss.
Ich schaue mir somit abends die Stadt an. San Francisco ist unglaublich hügelig! (Dagegen ist der Schildberg in Mülheim-Oberdümpten ein Witz, haha.) Mein Hostel liegt in Nob Hill, einem Stadtteil, der mir fast schon zu schick ist. Es gibt Restaurants und Bars, aber irgendwie fehlt mir ein Burgerladen, in den man auch in Flipflops gehen kann... A propos Flipflops: diese sind hier nicht zu empfehlen, denn es ist mit 17° am Abend deutlich kühler als in bisherigen Orten... Zudem ist es unfassbar windig. Nach gut zwei Kilometern kann man dann auf das Meer in der Bucht schauen. Krasser Ausblick...! Ich gehe - jetzt, da ich ein Ziel vor Augen habe - zügig zum Fishermen's Wharf runter, denn mittlerweile ist es Zeit für ein kleines Abendessen. Mal sehen: Lou's Fish Shack, Crabster, the Crabster Station, Seafood Trattoria... Was ein Paradies für Fischliebhaber, in dem daher auch ganz schnell klar ist, was ich zu Abend esse: mexikanisch. Bei Chipotle. Oh yeah. Ich mixe mir meinen eigenen Salat mit Guacamole, schwarzen Bohnen, Reis, Hähnchen, Käse, Pico de gallo,... Ein Traum. Bei Fisch kann ich mich ja leider gar nicht begeistern - und überhaupt: es riecht nach Fisch und Meer, die Möwen sitzen dreist in der Mitte der Straße (und weichen den Autos im Übrigen nur, wenn ihnen danach ist), aber von Sand und Palmen ist nichts zu sehen. Meine Strandseele fühlt sich hier ein wenig verraten... Vieles erinnert mich außerdem an Portland, Oregon - vermutlich sind es die Häuser in ihrer Bauweise sowie die Bäume, die davor stehen und die Straße säumen. Ich weiß noch nicht, was ich von San Fran halten soll, bin aber erst einmal froh, dass ich was Leckeres fürs Frühstück finde sowie ein paar Knabbereien und Obst (der Laden "Trader Joe's" hat es einfach drauf in den Staaten). Auch hole ich nebenan in der CVS Pharmacy einen Nachschub Ibuprofen 200. Ich habe mich ja die letzten Tage dagegen gewehrt, aber gerade bei den so hügeligen Straßen komme ich wohl kaum ohne diese Tabletten aus...!

So denn, es ist spät... Bis dahin! - Karla

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Letzte Einträge: #twenty: mount tabor park. voodoo doughnut., #twenty-three: willamette river. south pasadena, california., twenty-four: eaton canyon. farmers' market. dave and busters., #thirty: magnificent mile. chicago river museum. maggie daley park. cloud gate. , #fifty-six: auf nach kalifornien feat. uber.


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